Am 30. September 2026 wurde die Stage 3 in Wien zum Treffpunkt der österreichischen Automatisierungsbranche. 27 Unternehmen inklusive Mitaussteller, 180 Fachbesucher:innen und 15 Speaker:innen in 8 Vorträgen und Podiumsdiskussionen: Das Automation Forum Wien 2026 hat gezeigt, wie gut Fachkongress, Ausstellung und Networking an einem einzigen Tag zusammenpassen. Hier lesen Sie, welche Themen die Branche bewegt haben, wer dabei war und wie es weitergeht.
Eine Premiere in doppelter Hinsicht
Das Automation Forum Wien findet seit 2022 im Zweijahresrhythmus statt. Die Ausgabe 2026 war bereits die dritte und trotzdem eine Premiere: Erstmals ging das Branchenevent in der Stage 3 im dritten Wiener Gemeindebezirk über die Bühne, und erstmals lag die Organisation bei der JU.connects GmbH. Die Location bot kurze Wege zwischen Bühne, Expo Area und Gesprächsbereichen.
„Eine gelungene Premiere in der Stage 3 – möglich gemacht durch großartige Aussteller und Partner. Danke an alle, die dabei waren!“, resümiert Thomas P. Jungreithmair, CEO der JU.connects GmbH.
Das Konzept des Automation Forum setzt bewusst auf Abwechslung. Im Summit diskutierten führende Persönlichkeiten der Branche über Zukunftsthemen, in den Branchentalks brachten Expert:innen ihr Fachwissen zu konkreten Anwendungsfeldern ein. Die begleitende Fachmesse in der Expo Area machte Innovationen greifbar, und im Experience-Bereich konnten Besucher:innen Technologien selbst testen und ausprobieren. Den Abschluss bildete der Branchenabend: Ab 17:00 Uhr lud das Branchen Get2gether dazu ein, die Gespräche des Tages in entspannter Atmosphäre fortzusetzen.
Diese Mischung aus Wissen, Praxis und persönlichem Austausch macht den Charakter des Forums aus: kompakt, fachlich fundiert und nah an den Fragen, die Unternehmen im Alltag beschäftigen.
Ein Programm von Technologiesouveränität bis Humanoide
In 8 Vorträgen und Podiumsdiskussionen beleuchteten 15 Speaker:innen aus Industrie, Forschung und Verwaltung die zentralen Fragen der Branche.
Europa im globalen Wettbewerb
Ein Schwerpunkt lag auf der europäischen Technologiesouveränität: Wie können sich heimische Unternehmen gegenüber internationaler Konkurrenz behaupten, und wo liegen die Chancen eines eigenständigen europäischen Weges? Praxisbeispiele aus der Produktion zeigten, wie offene Plattformen Brownfield- und Greenfield-Projekte verbinden und was eine ausgezeichnete Fabrik von heute ausmacht.
Cybersecurity und Regulierung
Breiten Raum nahm das Thema Cybersecurity ein. Von der neuen EU-Maschinenverordnung über den Cyber Resilience Act bis zu den Schnittstellen zwischen IT und OT diskutierten Expert:innen, was die Regulierung für Hersteller und Anwender konkret bedeutet. Auf dem Podium standen unter anderem Walter Eichner (Beckhoff Automation), Heimo Heininger (Siemens AG), Christine Wahlmüller-Schiller (AIT Austrian Institute of Technology), Clemens Mann (Andritz AG) und Moritz Heide (Loh Service AG/Rittal). Das Thema betrifft längst nicht mehr nur IT-Abteilungen, sondern zunehmend auch Konstruktion, Inbetriebnahme und Instandhaltung.
Daten, KI und Robotik
Am Nachmittag standen Daten und künstliche Intelligenz im Mittelpunkt: von vertrauenswürdigen Datennetzwerken über industrielle KI und Software Defined Automation bis hin zu Robotik und humanoider Robotik in der Produktion von morgen. Der rote Faden dabei: Technologie entfaltet ihren Nutzen erst, wenn Daten sauber fließen und Lösungen zum konkreten Anwendungsfall passen.
Inhaltlich deckte das Automation Forum Wien 2026 die gesamte Bandbreite der Branche ab: Automatisierung, Digitalisierung, KI, Robotik, industrielle Kommunikation, Steuerungs- und Antriebstechnik sowie Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Entsprechend vielfältig war das Publikum: Produktions- und Automatisierungsleiter:innen, Ingenieur:innen und Techniker:innen, Systemintegrator:innen, IT/OT-Verantwortliche, Einkaufs- und Projektleiter:innen sowie Entscheider:innen, die Investitionen in die Automatisierung verantworten.
Expo Area: Lösungen zum Anfassen
In der Expo Area präsentierten namhafte Hersteller und Lösungsanbieter ihre Produkte, darunter Andritz, AVS Schmersal, Beckhoff, BellEquip, Bihl & Wiedemann, Copa Data, Eaton, Eplan, Festo, icotek, Lang & Pfahnl, Mechatronik Austria, Pepperl & Fuchs, Pflitsch, Phoenix Contact, Rittal, Selmo Technology, Siemens, SMC, Stäubli, TTTech, 2bSolved und Universal Robots. Die kurzen Wege zwischen Bühne und Ständen machten es leicht, Fragen aus den Vorträgen direkt am Messestand zu vertiefen. Genau dafür ist das Format gedacht.
Networking bis in den Abend
Mindestens so wichtig wie das Programm war der persönliche Austausch. In den Pausen, an den Ständen und beim Branchen Get2gether ab 17:00 Uhr trafen Anwender:innen auf Lösungsanbieter und Kolleg:innen auf Vordenker:innen. Gerade aus solchen Gesprächen entstehen oft die Projekte der kommenden Monate.
Stay tuned: Automation Forum Wien 2028
Nach dem Forum ist vor dem Forum: Das nächste Automation Forum Wien findet 2028 wieder in der Stage 3 in Wien statt. Das genaue Datum wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Alle Neuigkeiten finden Sie laufend auf www.automation-forum.at.
Ein herzliches Dankeschön an alle Aussteller, Speaker:innen, Partner und Besucher:innen, die das Automation Forum Wien 2026 möglich gemacht haben.
